Kommunales Gedenken am 8. Mai

Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges, Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

Am Freitag, dem 8. Mai 2026 hatte die Stadt Bamberg um 15:30 Uhr zur Erinnerung an das Kriegsende vor 81 Jahren die „Bürger und Vertreter von Politik, Schulen und Stadtgesellschaften“ an die Mahntafeln,
Untere Brücke, eingeladen.

Einige Mitglieder aus unserer Jüdischen Gemeinde, OR CHAJIM, Willi-Lessing-Straße 7, nahmen diese Einladung an.

Anliegen war es, an das Ende des Zweiten Weltkrieges zu erinnern. Gleichzeitig galt das Gedenken sowohl den Opfern dieses Krieges (über 70 Millionen weltweit!) als auch „den Opfern der Diktatur durch Verfolgung und Nationalsozialistischer Gewaltherrschaft“.

Zudem wollte man „ein Zeichen für Friede und Demokratie setzen“… und dabei „nicht nur erinnern, sondern auch Mahnung sein für Gegenwart und Zukunft“.

Musikalisch, gesanglich, sowie mit Wortbeiträgen und Transparenten umrahmt….wurde die Veranstaltung durch Schülerinnen und Schüler des FLG, der Maria-Ward-Realschule und der Heidelsteig-Mittelschule.

All diese jungen Leute zeigten hier ihre Bereitschaft „sich verantwortlich mit den Folgen von Krieg und Diktatur auseinander zu setzen“ und in dieser Stunde eine „emotionale, hoffnungsvolle Atmosphäre zu schaffen“.

Folgende Lieder wurden vorgetragen:

-WE SHALL OVERCOME
-VON GUTEN MÄCHTEN WUNDERBAR GEBORGEN und
-HEVENU SHALOM ALEJCHEM

Dieses bekannte hebräische Friedenslied ging uns natürlich besonders zu Herzen .

OB Sebastian M. Niedermaier sprach in seiner Ansprache vom Ende des Krieges als „Tag der Befreiung von unermesslichem Leid, für das man Verantwortung trage….dass es auch entscheidend sei, die Erinnerung wach zu halten, einzutreten für Demokratie, Menschlichkeit und Frieden… wachsam zu bleiben gegen Hass, Ausgrenzung, Gewalt“. Erinnerungskultur sei für ihn
„mehr als ein Blick zurück, sondern wichtige Grundlage dafür, demokratische Werte zu schützen und Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander zu zeigen“.

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Olaf Seifert äußerte in seiner Rede Ähnliches ….
„lebendige Erinnerungskultur sei wichtig, Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“.

Beide legten anschließend gemeinsam mit dem zweiten Bürgermeister, Jonas Glüsenkamp,
und der 3. Bürgermeisterin, Eva Jutzler, Kränze an den beiden Mahntafeln nieder …. als „sichtbares Zeichen des stillen Gedenkens an die Opfer von Krieg,Verfolgung und Gewalt“.

Wir von der IKG Bamberg waren sicherlich im stillen Gedenken besonders bei unseren Gepeinigten, Vertriebenen, Ermordeten im Naziterror und Holocaust…. bei den Opfern und Geiseln des 7. Oktober 2023…… den vielen Toden der IDF seit 1948…. als auch bei den Opfern von Hass und Antisemitismus weltweit bis zum heutigen Tag.

Mögen all die gutgemeinten Worte von: VERANTWORTUNG FÜR GESELLSCHAFTLICHES MITEINANDER…., WACHSAMKEIT gegen HASS, AUSGRENZUNG, GEWALT….,
nicht nur in den Inhalten von Gedenkreden verweilen, sondern möglichst beständig in die Tat umgesetzt werden … auch uns Jüdischen Mitbürgern und unserer einzigen Zuflucht, Eretz Yisrael, gegenüber.

Am Yisrael Chaj!

(Zitate aus BAMBERG MEINE STADT NEWS, 11. Mai 2026)

N.V.O.